Die Geschichte unseres Hofes

Der Weiler Hofthiergarten liegt auf einem Höhenplateau (300 m über N.N.) oberhalb des mittelalterlichen Städtchens Stadtprozeltens. Über der Stadt thront die 1000 jährige, sehr gut erhaltene Ruine Henneburg. Der Hof Thiergarten diente den Burgherren als Versorgungshof. Er bestand aus einem Einzelgehöft auf dem über 300 Schafe gehalten wurden. Nach der Herrschaftszeit der Deutschordensritter (1319-1483), kam die Henneburg an Kurmainz. In dieser Zeit wurden auch die Ländereien des Thiergartens mit dem fürstlichen Wappen abgesteint. Diese Grenzteine haben auch heute noch ihre Gültigkeit.

Um 1700 sind durch Erbteilung drei Hofstellen auf dem Hofthiergarten nachweisbar. Bis heute sind sie in Familienbesitz.

Unser Stammhof wurde um 1900 an zwei Geschwister vereerbt, sodass ein ineinandergeschachtelter Doppelhof entstand.

1964 nahm die junge Generation des Doppelhofes das Programm der Landessiedlung Bayern wahr. Es wurden zwei moderne Höfe an den Ortsrändern errichtet.

Unser Hof hat sich in den folgenden Jahren auf Schweinezucht spezialisiert. Bewirtschaftet wurden dazu ca. 20 ha Ackerfläche (Getreide) und 10 ha Mischwald (Nutz- und Brennholz). Mit den kleinen Grundstücksflächen und hügeligen Lage kam man der modernen Massenproduktion und dem Preisverfall nicht hinterher. So war der Betriebszweig Urlaub auf dem Bauernhof seit 1970 ein wichtiger Nebenverdienst.

1980 erbauten wir mit Holz aus unserem eigenen Wald das Ferienhaus. Besonders beliebt ist von der Terrasse aus der herrliche Fernblick ins Maintal.

Seit 2001 steht der Generationswechsel auf unserem Hof an. Der seit 1997 leerstehende Stall wird in Eigenleistung zum Wohnen umgebaut. Besonders sehenswert sind die neu errichteten Stampflehmwände, die wir gerne interessierten Gästen zeigen. 2013 fand endlich der Einzug statt, auch wenn noch immer nicht alles fertig ist...
Den umliegenden Acker haben wir an einen Landwirt verpachtet. Unseren Wald bewirtschaften wir noch selbst. Einen Bauernhof ohne Tiere könnten auch wir uns nicht vorstellen, deshalb gibt es noch Schafe, Hühner, Hasen und Katzen.

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